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Flaring und Venting von Erdölbegleitgas

Zusammen mit der Erdölproduktion werden große Gasmengen gefördert. Dieses Erdölbegleitgas enthält vor allem Methan und wird immer noch in großen Mengen nicht genutzt und nahe der Förderstelle abgebrannt (Flaring), direkt abgeblasen oder gelangt durch Leckagen in die Atmosphäre (Venting). Die weltweiten Abfackel (Flaring)-Mengen von Erdölbegleitgas sind zwischen 2005 bis 2010 um 15% gesunken, verharren seitdem aber auf einem Niveau von etwa 140 Milliarden m3. Damit werden 260 Millionen Tonnen CO2 emittiert. Der Flaring-Rückgang in Russland wird vor allem durch die wachsende Schieferöl-Förderung1 in den USA kompensiert, durch die sich dort das Verbrennen von Begleitgas in den letzten zehn Jahren etwa verdreifacht hat.

Flaring ist nur die sichtbare kleine Eisbergspitze der Begleitgasemissionen, die mit Satelliten erfasst werden kann. Kaum erkennbar und viel größer sind dagegen die nicht verbrannten Methanemissionen der Erdölindustrie.

Publiziert: 
Berlin,
Dezember 2015
Sprache: 
Deutsch, Englisch, Spanisch