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Metaanalyse: Perspektiven fester, flüssiger und gasförmiger Bioenergieträger

Die Bioenergie – welche Bedeutung hat sie für die Energiewende?

Im Dezember 2015 hat die Weltgemeinschaft in Paris beschlossen, den globalen Temperaturanstieg möglichst auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Damit wurde ein klares Signal für die zügige Dekarbonisierung des Energiesektors gesetzt, die nur mit einem schnellen und vollständigen Umstieg auf Erneuerbare Energien gelingen kann.

Welche Rolle spielt dabei die Bioenergie? Die Bioenergie ist bisher weltweit wie auch in Deutschland die mit Abstand am stärksten genutzte erneuerbare Energiequelle. Während im globalen Maßstab noch traditionelle und oft gesundheitsschädliche Anwendungen der Bioenergie wie offene Herdfeuer dominieren, sind Biomasse-Anwendungen in Deutschland zunehmend durch moderne Technologien wie die Biogaserzeugung, Biokraftstoffe und technisch anspruchsvolle Holzheizungen geprägt. In Deutschland lieferte die Bioenergie im Jahr 2015 insgesamt 219 Terawattstunden (TWh) Strom, Wärme und Kraftstoffe und hatte damit einen Anteil von 58 Prozent an der gesamten Energiebereitstellung aus Erneuerbaren Energien (EE).

Allerdings hat sich das Wachstum der Bioenergie in Deutschland in jüngster Zeit spürbar verlangsamt und ist in einigen Bereichen, so bei Biokraftstoffen, deutlich rückläufig. Gründe dafür sind gesetzliche Neuregelungen bei der Anrechnung von Biokraftstoffen und im Strombereich die Novellen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2012 und 2014, die für starke Einschnitte bei der Förderung von Biogas gesorgt haben.

Publiziert: 
Berlin,
November 2016
Sprache: 
Deutsch
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